{"id":4486,"date":"2026-09-15T09:53:08","date_gmt":"2026-09-15T07:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/dermagnostix.com\/2026\/09\/15\/lab-on-a-disc-diagnostik\/"},"modified":"2026-09-16T10:48:07","modified_gmt":"2026-09-16T08:48:07","slug":"lab-on-a-disc-diagnostik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/2026\/09\/15\/lab-on-a-disc-diagnostik\/","title":{"rendered":"Lab-on-a-Disc Diagnostik"},"content":{"rendered":"<p>Die Lab-on-a-Disc Diagnostik verlagert komplexe Laborprozesse auf eine kompakte mikrofluidische Einweg-Disk. Fl\u00fcssigkeiten werden dabei durch kontrollierte Rotation, Mikrokan\u00e4le und integrierte Reaktionskammern bewegt. So lassen sich mehrere Schritte eines Assays in einem weitgehend automatisierten Ablauf zusammenf\u00fchren.<\/p>\n<p>F\u00fcr die molekulare Diagnostik ist dieses Prinzip besonders relevant, wenn objektive Ergebnisse schnell, reproduzierbar und mit wenig manueller Arbeit bereitgestellt werden sollen. Dermagnostix nutzt daf\u00fcr eine Disk-basierte Plattform f\u00fcr dermatologische und dermatopathologische Anwendungen, um Genexpressionsinformationen aus Hautproben in etwa 1 bis 2 Stunden in laborgeeignete oder Point-of-Care-nahe Workflows zu \u00fcberf\u00fchren. F\u00fcr FFPE-basierte Laborprozesse steht die <a href=\"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/labdisk\/\">LabDisk f\u00fcr FFPE\u2011Labor\u2011Workflows<\/a> bereit.<\/p>\n<h2>Das technologische Prinzip hinter der Disk<\/h2>\n<p>Lab-on-a-Disc-Systeme basieren auf Zentrifugalmikrofluidik. Anstelle externer Pumpen steuert die Rotation der Disk den Fl\u00fcssigkeitstransport zwischen unterschiedlichen Zonen des Assays. In der Disk k\u00f6nnen Probenkammern, Reagenzien, Ventile, Mischbereiche und Detektionszonen integriert werden. Das reduziert die Zahl offener Transfer- und Pipettierschritte und schafft die Grundlage f\u00fcr standardisierte &quot;Sample in, answer out&quot;-Abl\u00e4ufe.<\/p>\n<p>Je nach Testdesign k\u00f6nnen auf einer Disk unterschiedliche analytische Prinzipien umgesetzt werden, etwa Nukleins\u00e4ure-basierte Verfahren, Genexpressionsanalysen, Immunoassays oder multiplexe Markerprofile. Der eigentliche Mehrwert entsteht durch die Kombination aus Miniaturisierung, Automatisierung und klar definierter Prozessf\u00fchrung.<\/p>\n<h2>Wie ein Lab-on-a-Disc-Test abl\u00e4uft<\/h2>\n<p>Nach dem Einbringen der Probe startet ein vorgegebener Ablauf auf der Disk. Typische Schritte sind Probenvorbereitung, Aliquotierung, Mischen, Trennung, Inkubation, Waschprozesse sowie die nachgelagerte Amplifikation oder Detektion. Welche Module tats\u00e4chlich genutzt werden, h\u00e4ngt von der Probenart und vom jeweiligen Assay ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr Anwender bedeutet das: Der manuelle Aufwand kann deutlich sinken, w\u00e4hrend die Prozesslogik im System hinterlegt ist. Das ist vor allem dort wichtig, wo molekulare Diagnostik praktikabel in bestehende Routinen integriert werden soll, ohne klassische Laborinfrastruktur im vollen Umfang vorauszusetzen.<\/p>\n<h2>Warum die Technologie diagnostisch relevant ist<\/h2>\n<p>Konventionelle molekulare Workflows bestehen h\u00e4ufig aus mehreren voneinander getrennten Schritten. Das kostet Zeit, bindet Fachpersonal und erschwert eine konsistente Standardisierung. Lab-on-a-Disc-Systeme adressieren genau diese Punkte, indem sie Probenverarbeitung, Reaktion und Auswertung enger koppeln. Daraus k\u00f6nnen kurze Durchlaufzeiten, geringere Hands-on-Zeiten und eine h\u00f6here Prozesskonstanz entstehen.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der Vorteil kompakter Systemarchitekturen. Sie eignen sich nicht nur f\u00fcr zentrale Laborumgebungen, sondern je nach Anwendung auch f\u00fcr patientennahe Strukturen. Gerade in Fachgebieten mit spezialisierten Fragestellungen, begrenzten Probenmengen und dem Bedarf an objektiven molekularen Ergebnissen er\u00f6ffnet das neue diagnostische Wege.<\/p>\n<h2>Wichtige Anwendungsfelder<\/h2>\n<h3>Von Infektionsdiagnostik bis Liquid Biopsy<\/h3>\n<p>Lab-on-a-Disc-Plattformen werden in unterschiedlichen Bereichen der In-vitro-Diagnostik untersucht und eingesetzt. Dazu geh\u00f6ren molekulare Tests f\u00fcr Infektionen, Proteinanalysen, Multiplex-Assays sowie Workflows f\u00fcr Liquid-Biopsy-nahe Fragestellungen. Der technische Vorteil liegt darin, dass auch mehrstufige Assays auf kleinem Raum integriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Dermatologie und Dermatopathologie<\/h3>\n<p>F\u00fcr Dermagnostix steht die Anwendung in der Dermatologie und Dermatopathologie im Mittelpunkt. Hier kann die Technologie genutzt werden, um objektive Genexpressionsinformationen aus Hautproben mit einem automatisierten Plug-and-Play-Ansatz bereitzustellen. Je nach Produkt und Zweckbestimmung k\u00f6nnen diagnostische Produkte objektive molekulare Ergebnisse f\u00fcr die diagnostische Einordnung liefern, w\u00e4hrend RUO-Produkte Biomarker f\u00fcr Forschungsanwendungen messen. F\u00fcr geplante patientennahe Eins\u00e4tze in Hautarztpraxen ist die <a href=\"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/dermdisk\/\">DermDisk f\u00fcr geplante Point\u2011of\u2011Care\u2011Anwendungen<\/a> vorgesehen. F\u00fcr Forschungszwecke steht die <a href=\"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/pe-targetdisk\/\">PE TargetDisk (RUO) f\u00fcr Forschungsanwendungen<\/a> zur Verf\u00fcgung. Einen thematischen Einstieg bietet der Beitrag <a href=\"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/2026\/09\/02\/molekulare-diagnostik-dermatologie\/\">Molekulare Diagnostik in der Dermatologie \u2013 \u00dcberblick<\/a>.<\/p>\n<h2>Worauf es im Routineeinsatz ankommt<\/h2>\n<p>Nicht jede diagnostische Fragestellung profitiert automatisch von Miniaturisierung. Entscheidend sind ein robustes Assaydesign, die Eignung der Probe, stabile Reagenzien, zuverl\u00e4ssige Temperatur- und Fluidikkontrolle sowie eine saubere analytische und klinische Validierung innerhalb der jeweiligen Zweckbestimmung. Auch Bedienbarkeit, Wartung, Datenfluss und Einbindung in bestehende Labor- oder Praxisprozesse spielen eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>F\u00fcr anwendbare Diagnostikprodukte in Europa sind die Anforderungen der EU IVDR und die jeweilige CE-IVD-Zweckbestimmung ma\u00dfgeblich. Qualit\u00e4tsmanagement nach EN ISO 13485, kontrollierte biologische Probenhandhabung und nachvollziehbare Leistungsdaten sind f\u00fcr medizintechnische Systeme zentral. Werden Patienten- oder Ergebnisdaten digital verarbeitet, m\u00fcssen au\u00dferdem Datenschutzanforderungen nach DSGVO, BDSG und TTDSG ber\u00fccksichtigt werden. RUO-Produkte sind klar als Forschungsprodukte gekennzeichnet und nicht f\u00fcr diagnostische Zwecke bestimmt. Peer\u2011reviewte Evidenz und weiterf\u00fchrende Literatur finden Sie unter <a href=\"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/publikationen-2\/\">Publikationen<\/a>.<\/p>\n<h2>Lab-on-a-Disc Diagnostik bei Dermagnostix<\/h2>\n<p>Dermagnostix verbindet dermatologiespezifische Assays mit einem <a href=\"https:\/\/dermagnostix.com\/de\/analyzer\/\">Analyseger\u00e4t (Analyzer)<\/a> und produktspezifischen Disks. Ziel ist es, molekulare Testverfahren so aufzubereiten, dass sie in dermatopathologischen Laboren und je nach Produktlinie auch in patientennahen Workflows praktikabel eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Plattform ist auf einen automatisierten Ablauf ausgelegt und wurde f\u00fcr eine klare, professionelle Anwendung in der dermatologischen Versorgung und Forschung entwickelt.<\/p>\n<p>Die Systeme und Assays werden in Deutschland entwickelt und hergestellt, mit Unternehmenssitz in Freiburg. F\u00fcr professionelle Anwender bedeutet das eine fokussierte Lab-on-a-Disc-L\u00f6sung f\u00fcr die Hautdiagnostik und Hautforschung, die technische Pr\u00e4zision, regulatorische Sorgfalt und praxisnahe Umsetzung miteinander verbindet.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zur Lab-on-a-Disc Diagnostik<\/h2>\n<h3>Was unterscheidet Lab-on-a-Disc von klassischen Laborabl\u00e4ufen?<\/h3>\n<p>Mehrere Prozessschritte werden auf einer Einweg-Disk geb\u00fcndelt und automatisiert gesteuert. Das kann manuelle Transfers reduzieren und standardisierte Workflows erleichtern.<\/p>\n<h3>Ist die Technologie f\u00fcr Point-of-Care geeignet?<\/h3>\n<p>Ja, grunds\u00e4tzlich schon. Ob ein Einsatz patientennah sinnvoll und zul\u00e4ssig ist, h\u00e4ngt jedoch vom jeweiligen Produkt, der Zweckbestimmung, dem Probentyp und den operativen Rahmenbedingungen ab.<\/p>\n<h3>Welche Proben k\u00f6nnen auf einer Disk verarbeitet werden?<\/h3>\n<p>Das ist assayabh\u00e4ngig. Je nach Anwendung kommen beispielsweise Blut, Abstriche, Gewebeproben, FFPE-Material oder frische Hautproben infrage.<\/p>\n<h3>Wie schnell liegen Ergebnisse typischerweise vor?<\/h3>\n<p>Die Bearbeitungszeit variiert je nach Testsystem. Bei der Plattform von Dermagnostix k\u00f6nnen objektive Genexpressionsinformationen aus Hautproben in etwa 1 bis 2 Stunden bereitgestellt werden.<\/p>\n<h3>Ersetzt Lab-on-a-Disc die klinische oder histopathologische Beurteilung?<\/h3>\n<p>Nein. Molekulare Ergebnisse sind Teil der diagnostischen Einordnung und werden gemeinsam mit klinischen und histopathologischen Befunden interpretiert.<\/p>\n<h3>Was ist bei RUO-Produkten besonders wichtig?<\/h3>\n<p>RUO bedeutet Research Use Only. Solche Produkte dienen der Biomarker-Messung in Forschungsanwendungen und sind nicht f\u00fcr diagnostische Zwecke bestimmt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lab-on-a-Disc Diagnostik verlagert komplexe Laborprozesse auf eine kompakte mikrofluidische Einweg-Disk. Fl\u00fcssigkeiten werden dabei durch kontrollierte Rotation, Mikrokan\u00e4le und integrierte Reaktionskammern bewegt. So lassen sich mehrere Schritte eines Assays in einem weitgehend automatisierten Ablauf zusammenf\u00fchren. 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