Die molekulare Diagnostik in der Dermatologie untersucht messbare biologische Merkmale in Hautproben, etwa die Expression ausgewählter Gene. Sie schafft objektive Ergebnisse für die diagnostische Beurteilung, die gemeinsam mit klinischem Bild und Histopathologie eingeordnet werden.

Besonders bei entzündlichen Dermatosen können sich Krankheitsbilder klinisch und histologisch überschneiden. Dermatologiespezifische molekulare Verfahren und Testlösungen wie DermDisk helfen dabei, definierte Biomarkermuster reproduzierbar zu erfassen und diagnostische Entscheidungen auf eine breitere objektive Grundlage zu stellen.

Was ist molekulare Diagnostik in der Dermatologie?

Molekulare Diagnostik bezeichnet Untersuchungen von Nukleinsäuren, Genen oder Genexpressionsmustern in biologischem Material. In der Dermatologie können solche Analysen charakteristische Prozesse in der Haut sichtbar machen, die mit etablierten Untersuchungsmethoden allein nicht unmittelbar messbar sind.

Die Ergebnisse ersetzen weder die ärztliche Beurteilung noch die dermatopathologische Befundung. Ihre Aussagekraft entsteht durch die Einordnung im gesamten klinischen und histopathologischen Kontext. Damit wird Präzisionsdiagnostik für klar definierte dermatologische Fragestellungen im Routineworkflow zugänglicher.

Objektive Biomarker bei Psoriasis und Ekzem

Psoriasis und Ekzeme, einschließlich des atopischen Ekzems, können ähnliche klinische und histologische Merkmale aufweisen. Das betrifft unter anderem psoriasiforme oder ekzematisierte Hautveränderungen. Für eine fundierte Differenzialdiagnose ist es deshalb relevant, zugrunde liegende molekulare Muster gezielt zu erfassen.

Der PsorX-LabDisk ist ein CE-IVD-Test von Dermagnostix zur molekularen Differenzierung von Psoriasis und Ekzem. Er analysiert quantitativ die Hautmarker NOS2 und CCL27. Die resultierenden Messwerte liefern objektive molekulare Ergebnisse für die diagnostische Beurteilung durch qualifizierte Fachpersonen.

Weiterführende Evidenz und Fachartikel finden Sie unter Publikationen.

Automatisierter Ablauf im dermatopathologischen Labor

Konventionelle molekularbiologische Abläufe umfassen mehrere manuelle Arbeitsschritte. Die LabDisk Plattform bündelt Probenvorbereitung, Amplifikation, Signaldetektion und Ergebnisverarbeitung in einem geschlossenen, vollautomatisierten Workflow.

Die Testdisk wird im Analyzer verarbeitet. Das System nutzt mikrofluidische Technologie und ist auf einen praktischen Einsatz in dermatopathologischen Laborabläufen ausgelegt. Die Bearbeitungszeit vom Probeneingang im System bis zum Ergebnis liegt bei etwa ein bis zwei Stunden. Fachpersonen können eine Demo buchen, um die diagnostische Plattform näher kennenzulernen.

  • Dermatologiespezifisch: Ausgelegt für molekulare Fragestellungen der Dermatologie und Dermatopathologie.
  • Automatisiert: Die Prozessschritte laufen innerhalb des Analysesystems ab.
  • Reproduzierbar: Standardisierte Testdisks und definierte Analyseabläufe unterstützen konsistente Messungen.
  • Workflow-orientiert: Die Plattform ist für die Integration in bestehende Laborprozesse konzipiert.

Molekulare Ergebnisse richtig einordnen

Ein molekulares Testergebnis ist Teil einer integrierten diagnostischen Bewertung. Anamnese, klinische Morphologie, Verteilung der Läsionen, Histopathologie und gegebenenfalls immunhistologische Befunde bleiben für die Einordnung maßgeblich. Molekulare Messwerte können objektivierte Hinweise auf das untersuchte biologische Muster liefern.

Für dermatopathologische Labore eröffnet dies die Möglichkeit, ihr diagnostisches Spektrum um standardisierte Genexpressionsanalysen zu erweitern. Dermatologische Praxen profitieren perspektivisch von Verfahren, die molekulare Messungen näher an den Ort der Versorgung bringen können. Eine Übersicht geeigneter Einrichtungen finden Sie auf der Seite Partnerlabore.

Molekulare Werkzeuge für die Hautforschung

Neben In-vitro-Diagnostika entwickelt Dermagnostix Forschungslösungen zur Messung definierter Biomarker in Hautproben. Der PE TargetDisk für vollautomatisierte molekulare Tests ermöglicht die Genexpressionsprofilierung von NOS2 und CCL27 in oberflächlichen läsionalen Hautproben. Der ErySK TargetDisk dient der Messung von LCK und HOMER1 in FFPE-Hautproben.

Diese TargetDisk-Produkte sind ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht für diagnostische Verfahren vorgesehen. Sie unterstützen standardisierte Biomarkermessungen in dermatologischen und dermatopathologischen Forschungsprojekten.

Häufige Fragen zur molekularen Diagnostik in der Dermatologie

Welche Proben können für molekulare Untersuchungen der Haut verwendet werden?

Das geeignete Probenmaterial richtet sich nach dem jeweiligen Test und seiner vorgesehenen Anwendung. In dermatopathologischen Workflows können beispielsweise Hautproben oder FFPE-Gewebe eingesetzt werden. Maßgeblich sind stets die produktspezifischen Vorgaben zur Probenentnahme und -verarbeitung.

Wann ist eine molekulare Untersuchung bei Psoriasis oder Ekzem sinnvoll?

Sie kann bei einer Fragestellung zur molekularen Differenzierung von Psoriasis und Ekzem in Betracht kommen. Die Entscheidung über eine Untersuchung und die Bewertung des Ergebnisses erfolgen durch die behandelnden oder befundenen Fachpersonen im jeweiligen Fallkontext.

Was misst der PsorX-LabDisk?

Der CE-IVD-Test bestimmt quantitativ die Genexpressionsmarker NOS2 und CCL27 in Hautmaterial. Die Messung dient der molekularen Differenzierung von Psoriasis und Ekzem im Rahmen der vorgesehenen diagnostischen Anwendung.

Ersetzt molekulare Diagnostik die Histopathologie?

Nein. Molekulare Ergebnisse werden zusammen mit klinischen und histopathologischen Befunden interpretiert. Die integrierte Betrachtung der verfügbaren Befunde ist entscheidend für eine verantwortungsvolle diagnostische Beurteilung.

Für fachliche Rückfragen oder Implementierungsberatung zur molekularen Diagnostik können Sie Kontakt aufnehmen.