Die Dermatopathologie untersucht Hautproben, um unter anderem entzündliche Dermatosen und Hautveränderungen im klinischen Zusammenhang einzuordnen. Neben der histopathologischen Beurteilung können objektive molekulare Ergebnisse bei überlappenden Befunden eine präzisere diagnostische Bewertung ermöglichen. Dermagnostix entwickelt automatisierte Systeme für dermatopathologische Labore, die molekulare Verfahren in bestehende FFPE-Workflows integrieren möchten. Informationen zu spezialisierten Diagnostikdienstleistern finden Sie in unseren Partnerlaboren.
Was ist Dermatopathologie?
Dermatopathologie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet zwischen Dermatologie und Pathologie. Dermatopathologinnen und Dermatopathologen beurteilen Biopsien und Exzidate mikroskopisch und beziehen dabei die klinischen Angaben sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungsverfahren ein.
Besonders bei entzündlichen Hauterkrankungen können sich klinische Erscheinungsbild und histologische Muster überschneiden. Die Einordnung erfordert deshalb Erfahrung, eine sorgfältige Korrelation von Klinik und Histologie sowie, je nach Fragestellung, geeignete molekulare Methoden.
Molekulare Diagnostik im dermatopathologischen Workflow
Die molekulare Diagnostik misst definierte biologische Merkmale in Hautproben. Ihre Ergebnisse werden in der Dermatopathologie gemeinsam mit klinischen und histopathologischen Befunden interpretiert. So entsteht eine belastbarere Grundlage für die diagnostische Einschätzung komplexer entzündlicher Dermatosen.
Für dermatopathologische Labore bietet Dermagnostix mit der LabDisk eine automatisierte Lösung aus Analyzer und LabDisk. Probenvorbereitung, Amplifikation und Signaldetektion erfolgen in einem geschlossenen Workflow. Das reduziert manuelle Arbeitsschritte und schafft einen praktisch integrierbaren Ablauf für molekulare Untersuchungen von FFPE-Hautproben. Eine passende Lösung für die Differenzierung entzündlicher Dermatosen ist die PsorX-LabDisk für die molekulare Diagnostik.
Psoriasis und Ekzem anhand von FFPE-Proben unterscheiden
Psoriasis und Ekzeme können sich in Klinik und Histologie ähneln. Der PsorX-LabDisk ist ein CE-IVD-Produkt für die molekulare Differenzierung von Psoriasis und Ekzem in formalinfixierten, paraffineingebetteten Hautproben.
Der Test analysiert die Genexpression der Biomarker NOS2 und CCL27. Für den Workflow werden drei 10-µm-FFPE-Schnitte in die Disk eingebracht und im Dermagnostix Analyzer verarbeitet. Die Ergebnisse werden am Gerät angezeigt und wenn gewünscht in der Dermagnostix Cloud gespeichert. Die Auswertung erfolgt im jeweiligen klinischen und histopathologischen Kontext. Weiterführende Evidenz finden Sie in unseren Wissenschaftlichen Publikationen.
Automatisierung für dermatopathologische Labore
Der Dermagnostix Analyzer wurde für einen kompakten Sample-to-Result-Workflow entwickelt. Labore können molekulare Untersuchungen mit geringem Hands-on-Aufwand in ihre Prozesse einbinden und erhalten Ergebnisse innerhalb von etwa ein bis zwei Stunden.
- FFPE-kompatibel: Nutzung etablierter Hautproben aus dem dermatopathologischen Labor.
- Vollautomatisiert: Probenvorbereitung, Amplifikation und Detektion erfolgen auf einer Plattform.
- Dermatologie-spezifisch: Assays sind auf relevante Fragestellungen der entzündlichen Dermatologie ausgerichtet.
- Implementierbar: Dermagnostix bietet Produktdemonstrationen, Gespräche zur Implementierung und Anwenderschulungen an.
Dermatopathologische Forschung zu Mycosis fungoides
Für Forschungsanwendungen steht die Erysk-Targetdisk (RUO) zur Verfügung. Der Assay misst die Expression von LCK und HOMER1 in FFPE-Proben und ermöglicht die molekulare Untersuchung von Biomarkern im Kontext früher Mycosis fungoides gegenüber Ekzem und Psoriasis.
Der Erysk-TargetDisk ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht zur diagnostischen Verwendung vorgesehen.
FAQ zur Dermatopathologie
Was macht eine dermatopathologische Untersuchung?
Bei einer dermatopathologischen Untersuchung wird entnommenes Hautgewebe verarbeitet und mikroskopisch beurteilt. Die Befunde werden mit den klinischen Angaben abgeglichen, um Hautveränderungen und entzündliche Dermatosen fachlich einzuordnen.
Wann ist eine molekulare Untersuchung von Hautproben sinnvoll?
Molekulare Verfahren kommen insbesondere bei klar definierten Fragestellungen infrage, wenn sich Erkrankungen klinisch und histologisch überschneiden können. Welche Untersuchung geeignet ist und wie das Ergebnis zu bewerten ist, entscheidet sich stets anhand der gesamten Befundlage.
Sie möchten den Einsatz molekularer Diagnostik in Ihrem dermatopathologischen Labor prüfen? Sie können eine Demo buchen oder ein Gespräch zur Implementierung mit Dermagnostix vereinbaren.